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Mein bisher schwerster Triathlon

1,8-38-10



Um es vorab gleich zu klären, dieser Triathlon war der schwerste den ich bisher absolviert habe, aber auch der schönste und eindrucksvollste! Da der BASF Triathlon-Rhein-Neckar Cup mit zahlreichen Profis, Halbprofis und anderen Ligaathleten über diesen Wettkampf ausgetragen wurde, war natürlich für einen Hobby Sportler wie ich es bin, kein Blumentopf bzw. eine gute Platzierung zu gewinnen.
Doch ich bin glücklich und zufrieden mit dem Erreichten!

Ich reiste schon am Tag vorher an, um meine Startunterlagen abzuholen. Überrascht war ich über die lockere, aber doch perfekt funktionierende Organisation. Kompliment an das riesige Heidelberger Team. Es geht auch locker, ohne Haarespalten! Übernachtet habe ich in der Klinikähnlichen Heidelberger Jugendherberge. Ich teilte das saubere Zimmer mit zwei Chilenen, denen ich nicht klar entlocken konnte warum sie in Deutschland sind. Die Taschen voller Geld hatten sie :) Der dritte im Bunde (Zimmer) war Phillip, ein sehr angenehmer Triathlet aus Cannstadt. Überhaupt lernte ich mal wieder sehr nette Menschen auf meinem einsam gestarteten Wochenendausflug kennen. Die meisten Triathleten sind untereinander total locker! Ich bin froh dass ich nun dazugehöre! Hier an dieser Stelle noch einen Gruß an Torsten und Julia aus Schwetzingen und den Bärenstarken Oliver aus Ludwigsburg. Dieser Bär und ich wechselten öfters die Position, erst bei meinem Sturz auf der zweiten Rad Runde überholte er mich dauerhaft.
Nun zum Rennen. Der Schwimmstart  unter der alten Brücke war einfach gigantisch.  Fast 800 orangene Badekappen (195 Staffeln waren auch am Start) im leicht strömenden und sauberen Neckar stimmten mit den zahlreichen Zuschauern schon eine Minute vorm Start solch ein tosendes Indianergeheul an, dass sich General Custer in seinem Grab wegduckte. Wie immer dauerte es ein paar hundert Meter bis ich frei, ohne Füße und Ellenbogen im Gesicht schwimmen konnte. Es machte wieder riesig Spaß im Fluss zu schwimmen.

Der Wechsel  zum radeln zügig, obwohl ich wegen des andauernden Regens, sogar Strümpfe und eine Jacke anzog. Die Radstrecke begann locker,  aber ab der alten Brücke bis hinter das Schloss verloren viele ihre alten Amalgam Plomben aus den Zähnen! Das nasse Kopfsteinpflaster war  der Hammer. Wird man da durchgeschüttelt! An schalten oder Bremsen war nicht zu denken! Dann ging es endlos, mit nie für möglich gehaltener Steigung den Berg hoch. Mörderisch, solche Alpenpässe haben wir im Saarland "leider" nicht. Oben, ging es ein paar km wellig, dann wieder steil runter. Trotz der regennassen Straßen fuhr ich eine Höchstgeschwindigkeit von fast 90 Km/h. Ihr wisst, mein Motto: wer bremst verliert :)  Unter dem Schloss ging es auf die zweite Runde, wieder die nassen Straßen hoch und später runter. Bei der zweiten Abfahrt war ich auf der total glitschigen Straße  in einen Mehrfachsturz verwickelt,  der für mich aber glimpflich ausging. Ich hoffe für die anderen auch. Da dies an einem Zuschauer und Streckenposten Point passierte, hob ich mein Rad auf und fuhr weiter. Naja ein paar Meter, dann musste ich den Lenker und die Griffe richten, ist aber nichts kaputt! Zurück wieder durch die Altstadt. Da wir nun noch schneller von oben kamen, vibrierte es auf dem Kopfsteinpflaster noch mehr. Ich vermute diesmal verrutschten sogar Brust Implantate und anderer Körperschmuck. Wer Druck auf der Blase hatte, dem ging er wohl verloren.   
Der Wechsel zum laufen wieder locker. Es ging zuerst 500 Meter gerade und dann 4,5km den Philosophenweg hoch. Wieder hammerhart. Zurück ging es dann aber überwiegend runter. Mittlerweile war es sogar trocken geworden, so dass auch die Sonne ein wenig wärmte!
Schon vor dem Zieleinlauf hatte ich wieder dieses "GEILE" Gefühl das man mit Geld nicht kaufen kann! Gerade deshalb bin ich ein Sport - Junkie!
Ich wusste schon im Vorfeld, dieser Triathlon ist schwer, aber dass er solch ein Kracher ist, hätte ich nicht gedacht. Der Königstuhl ist doch nur ca. 590 METER hoch. Diese besondere Veranstaltung muss man mindestens einmal erlebt haben. Die Landschaft, die Zuschauer und die mittelalterliche Innenstadt entschädigten für alles.  Es war absolut keine Quälerei, es hat wieder nur Spaß gemacht. Ein Tag mit lauter Gleichgesinnten Masochisten!


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