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Frankfurt Marathon 05


Meine Erfahrungen bei meinem schlimmsten Marathon überhaupt. Wie sich später herausstellte wirkte eine Cortisonspritze am Tag zuvor Stoffwechselstörend, deshalb war ich natürlich nicht fit!

So ein Tag so wunderschön wie …… Der gestrige Marathon wird mir immer als Schreckenstag in Erinnerung bleiben. Mit Ambitionen für unter 3:30 gestartet und am Ende froh überhaupt ins Ziel gelangt zu sein. Hätte man mich vor dem Lauf gefragt ob ich mit 3:44 zufrieden wäre hätte ich einen Weinkrampf bekommen. Doch nach dieser Tortur bin ich sogar stolz drauf überhaupt ins Ziel gekommen zu sein. Ich schreibe dies als Mahnung für alle! Ich tönte bis vor diesem Lauf, ich bin noch nie eingebrochen. Mir ging es immer den Umständen entsprechend gut, seit gestern behaupte ich nie mehr so einen Unsinn. Warum, weshalb ich so unterging ???? Keine Antworten ?????? Vor dem Lauf leichtes Bauchweh und Unwohlsein, hatte aber fast jeder unter den 15000 Teilnehmern . Fast optimales Wetter ,Sonnenschein, 23 Grad für meinen Geschmack etwas zu warm. Bis Km 15 lockeres Laufen im erstrebten Tempo. Ab 15 km bis 21,1 dachte ich, oh Leck wenn jetzt schon so schwerfällt, oh jeh! Der Halbe noch voll im Schnitt unter 1:45, aber da wusste ich schon unter 3:30 wird nix mehr. Von da an gings mir immer dreckiger. Bei Km 25 musste ich die erste Gehpause einlegen die ich von da an immer wieder benötigte. Ihr müsst euch vorstellen wie man sich bei einem 10Km Wettlauf die letzten 2 Km quält so gings mir nun bis ins Ziel. 17 Km lang. Immer ein Kampf zwischen –Hör auf – mach weiter - egal welche Zeit –nur ins Ziel- leg dich einfach auf den Boden –komm wir gehen – lauf weiter,du Sau ,du Weichei und noch Gedanken die ich aus moralischen Bedenken hier nicht nennen will. Ca bei Km 30 reierte ich einer netten Familie vor die Füsse.
Vor allem die Kinder freuten sich über das Geschenk aus Power Bar und Wasser. Im fortlaufen noch hörte ich ihre dankbaren Nachrufe. Irgendwo zwischen km 35 und dem Ziel wiederholte ich diese Prozedur, doch ich konnte keinen der Zuschauer mehr erfreuen da ich nur noch würgte. Sogar die Arme schmerzten mir so stark dass ich sie beim Laufen baumeln lies ,alle Muskeln am Körper machten sich heftig bemerkbar ,vor allem die im Nacken und Rücken, Bei km 41 eine riesige Freude in mir, endlich unsere Fans Wilfried und Christine zuerst und dann meine liebsten Mara, Franzi und alle anderen. Marvin und Markus sah ich leider zum ersten Mal abends beim Bier trinken. Ich blieb sogar stehen und begrüsste sie, (nur nix anmerken lassen) lauf weiter deine Zeit, rief Franzi –(scheissegal komm wir begrüssen uns noch etwas) –aber ich lief dann doch weiter. Beim Einlauf in die Halle war es dann doch da, das von Greif beschriebene Gefühl das man nicht kaufen kann -schon Geil- deshalb bin ich Marathon Junkie. Ich habs doch noch geschafft und die Zeit so schlecht auch nicht. 50 Meter vorm Ziel noch ein Erlebnis und von mir eine (nicht) Reaktion für die ich mich entschuldigen will. Vor mir ging eine Frau in die Knie ,konnte nicht mehr weiter, ein Mann hakte sich rechts unter, sah mich an, komm wir bringen sie durchs Ziel! Ich lief weiter unfähig zu helfen mit dem Gedanken ein anderer Hilft bestimmt. Ich konnte einfach nicht,tot, kabutt ! Der Rest hört sich so an –Im Runners Heaven- traf ich noch Uwe und Dieter, ging zu einem Getränkestand und von dort aus gings direkt in den ROT Kreutz Bereich den ich erst nach 2 Stunden und drei Infusionen verlassen konnte,aber wieder fit und voller Tatendrang. Ab jetzt will ich immer Infusionen,da schmeckt das Bier erst recht nach dem Marathon. Mein Fazit: Scheiss Tag aber ich glaube jeder Marathonläufer erlebt irgendwann solch ein Waterloo, es hätte ja noch schlimmer kommen können.

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